Märklin H0 (AC Sound) DRB Dampflok BR 56.34-35, Ep. II
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Eine epochale Konstruktion: Die erste Europalok
Die berühmte österreichische Arlbergbahn führte Ende des 19. Jahrhunderts zur Entwicklung einer der erfolgreichsten Dampflokomotivtypen Europas. 1897 beauftragten die kaiserlich-königlichen Staatsbahnen (kkStB) ihren Chefkonstrukteur Karl Gölsdorf mit einer leistungsfähigen Universallokomotive für die steigungs- und kurvenreiche Bergstrecke. Das Ergebnis war die Reihe 170, eine vierfach gekuppelte Schlepptenderlokomotive mit Vorlaufachse, die mit fast 1000 PS bei ihrem Erscheinen als stärkste Dampflokomotive Kontinentaleuropas galt. Technisch wegweisend waren die erstmals eingesetzten, nach Gölsdorf benannten Gölsdorf-Achsen mit Seitenspiel, die den Kurvenlauf verbesserten und den Verschleiss an Spurkränzen und Schienen deutlich reduzierten. Bis 1919 wurden 796 Exemplare gebaut – damit gilt die 170 als meistgebaute österreichische Dampfloktype.
Die als Nassdampfmaschine ausgeführte 170 hatte allerdings einen hohen Brennstoffverbrauch. Erst ab 1917 entstand mit der Reihe 270 eine deutlich leistungsfähigere Heissdampfvariante mit rund 1400 PS. Österreich beschaffte davon nur 100 Exemplare, während die Nachfolgestaaten der Habsburgermonarchie die Konstruktion vielfach übernahmen: Tschechien liess sie bis 1930 nachbauen, Polen und Rumänien beschafften jeweils weit über 100 Maschinen, Italien 25. Nach dem Anschluss Österreichs gelangten die 100 BBÖ-Maschinen als 56 3401–3500 zur Deutschen Reichsbahn. Damit wurde Gölsdorfs Konstruktion endgültig zu einer europäischen Universallokomotive, die in mehreren Ländern noch bis in die 1970er-Jahre eingesetzt wurde. In Österreich endete ihr Einsatz erst 1975 bei der Graz-Köflacher Bahn, 78 Jahre nach der ersten Konstruktion.
Vorbild: Güterzug-Schlepptender-Dampflokomotive Baureihe 56.34-35 der Deutschen Reichsbahn (DRB), ehemalige Reihe 270 der kaiserlich-königlichen Staatseisenbahn (kkStB) und den Österreichischen Bundesbahnen (BBÖ). Betriebszustand nach Eingliederung der BBÖ in die Deutsche Reichsbahn ab 1938.
Als leistungsstärkere Weiterentwicklung der weitverbreiteten Dampflok Reihe 170 der kaiserlich-königlichen Staatseisenbahn, wurde die Heissdampflokomotive der Reihe 270 am Ende des 1. Weltkrieges in Dienst gestellt. Die Fahrzeuge bewährten sich ausgezeichnet, sodass nach dem Krieg in Österreich wie auch in den Nachfolgestaaten der Monarchie Nachlieferungen bestellt wurden. 100 Lokomotiven waren schlussendlich bei den BBÖ im Einsatz, die nach dem Anschluss Österreichs an Deutschland 1938 unter der Baureihe 56.34-35 eingereiht wurden. In ihrer Dienstzeit bei der DRB, wurde sie als "Mädchen für alles" eingesetzt.
Modell: Mit Digital-Decoder mfx+ und umfangreichen Licht- und Geräuschfunktionen. Geregelter Hochleistungsantrieb mit Schwungmasse im Kessel. 1 Achse direkt angetrieben, 3 Achsen über Kuppelstangen angetrieben. Haftreifen. Lokomotive und Tender weitgehend aus Metall. Serienmässig eingebauter Rauchgenerator, mit geschwindigkeitsabhängigem, dynamischem Rauchausstoss. Fahrtrichtungsabhängig wechselndes Zweilicht-Spitzensignal konventionell in Betrieb, digital schaltbar. Führerstandsbeleuchtung, Feuerbüchsenflackern und Fahrwerksbeleuchtung separat digital schaltbar. Beleuchtung mit wartungsfreien warmweissen und roten Leuchtdioden (LED). Mit Pufferspeicher. Kurzkupplung mit Kinematik zwischen Lok und Tender. Pufferhöhe an Lok und Tender nach NEM. Befahrbarer Mindestradius 360 mm. Kolbenstangenschutzrohre und Bremsschläuche liegen bei. Länge über Puffer ca. 20,0 cm.
(Neuheiten_2026_H0_Märklin_Herbst)
Dati
| Mindestradius | 360 mm |
